Im Allgemeinen können die Daten von Soini bestätigt werden.
Abweichungen gab es bei der Sozialform: während Soini drei verschiedene Sozialformen vorfand (Gruppen, Einzeltiere und beginnende Vereinigungen), konnte ich nur Gruppen beobachten. Dieser Umstand kann wohl aber auf die geringere Beobachtungsdauer meinerseits zurückgeführt werden.
Im Gegensatz zum Untersuchungsgebiet von Soini war das meinige nie überflutet; die beiden Habitattypen sind also verschieden, was sicher im Zusammenhang steht mit meinen abweichenden Befunden.
Quantitative Daten, die ich zum Thema "Tagesaktivitäten" gesammelt hatte, stellte ich den Resultaten von Ramirez et al. gegenüber, die 1977 eine viermonatige Studie über Cebuella pygmaea in Peru durchgeführt hatten.
Hier gab es vor allem im Bezug auf die Aktivität "inaktiv" einen grossen Unterschied: während sie in den Daten von Ramirez et al. 32 Prozent der Tageszeit einnahm, machte sie bei mir 56 Prozent aus. Dies ist aber einerseits damit zu erklären, dass ich ruhende Individuen länger beobachten konnte als sich fortbewegende und andererseits, dass ich die während der Aktivität "Fortbewegung" eingelegten "Stop's" ebenfalls als ruhen rechnete.
Bei einer meiner Beobachtungsgruppen machte ich eine erstaunliche Entdeckung: die aus mehreren Adulten und Juvenilen bestehende Familie zog 4 Traglinge auf! In dieser Familie mussten also zwei reproduzierende Weibchen vorhanden sein. Diese Tatsache weicht von der bis heute geltenden Meinung, Cebuella pygmaea sei monogam, ab.