Abfallentsorgung in Ahuano

Vom Oktober 1996 bis Februar 1997 hatte die ETH-Studentin Patricia Kehrli dafür gekämpft, dass Don Arturio den Abfall vom Dorf (inkl. 150 Personen Hotel) nicht einfach in den Fluss karre, sondern mit dem Gemeindepferdewagen in die vorgesehene Abfallgrube führe.
Doch alles diskutieren, alle offizielle Schreiben vom Bürgermeisteramt in Tena, das seinen Lohn bezahlte, nützten nichts. Don Arturio, protegiert vom Präfekten, der mit seinem Bruder "compadre" ist, blieb stur. Es ist nun mal bequemer den Abfall in den Fluss zu befördern. Die leeren Plastikflaschen der Touristen schwammen wie Böötchen den Fluss hinunter, nicht zur Freude der flussabwärts lebenden Quichuas.
Ein halbes Jahr nach Patricias Abreise hat Ihre Arbeit im Bereich Umweltbewusstseinsbildung doch noch gefruchtet: die Dorfbewohner haben gedroht, Don Arturio samt Müllwagen in den Fluss zu werfen, wenn er auch nur noch einmal den Abfall in den Fluss, statt ins vorgesehene Loch kippe. Und es hat gewirkt!


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16.08.2003 / © 1999-2012 amaZOOnico