Um als Schutzwald anerkannt zu werden, muss man dem INEFAN und dem INHERI einen Antrag stellen. Nach einem Jahr hin und her, Inspektionen, Anfragen, wurden wir annerkannt.
Interessant war die Argumentation der Inspektoren, warum hier ein Wald geschützt werden soll: nicht etwa, weil es ein wichtiges, schützenswertes Oekosystem ist, sondern im Gegenteil, weil das Land zu nichts anderes gut ist: zu steil, der Boden zu arm, die Bäume (angeblich) nicht wertvoll genug zum abholzen, zu weit entfernt von Transportmöglichkeiten, zu feucht.
Schutzwald zu sein bedeutet, dass die GSR alle 5 Jahre einen sehr präzisen Bewirtschaftungsplan erstellen muss, der vom Staat akzeptiert werden muss. Alle 6 Monate muss ein Rapport abgeliefert werden, und es kommt ein Beamter um den Schutzwald zu kontrollieren.
Im Gegenzug muss uns der Staat vor Landinvasionen schützen. In Ecuador ist es nämlich üblich und erlaubt, "brachliegendes" Land (= Regenwald z.Bsp.) zu invadieren und landwirtschaftlich zu nutzen, auch wenn der Besitzer sein Eigentum im Grundbuch eingetragen hat. Nur wenn man Schutzwald ist, ist man davor sicher.
Der amaZOOnico und das Schutzgebiet SelvaViva befinden sich am Rio Arajuno im Osten Ecuadors. Genauer gesagt in der Gemeinde Ahuano, Kanton Tena, Provinz Napo. SelvaViva erstreckt sich von der Mündung des Rio Cosanos bis zum Rio Napo.
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